Red-Bull-Treue vs. Formel-1-Müdigkeit

Max Verstappen bleibt. Und zwar länger, als viele noch vor wenigen Monaten erwartet hätten. Bis 2030 bindet sich der viermalige Weltmeister an Red Bull – ausgerechnet in einer Phase, in der sportlich längst nicht mehr alles rundläuft und Verstappen selbst bisweilen den Eindruck vermittelte, mit seinem Job zu fremdeln.

Doch: Verstappen war offenbar nie wirklich Red-Bull-müde. Er war  Formel-1-müde.

Seine Kritik am neuen Reglement und an der technischen Richtung der Königsklasse war deutlich. Gleichzeitig entdeckte er immer stärker den Motorsport jenseits des Formel-1-Zirkus für sich. Manchmal konnte man den Eindruck gewinnen: Verstappen braucht die Formel 1 längst weniger als die Formel 1 ihn.

Dazu der Umbruch bei Red Bull. Mercedes und andere Interessenten standen bereit. Die scheinbar logische Geschichte war schnell erzählt: Verstappen verliert die Lust, Red Bull seine Vormachtstellung – irgendwann geht auch Max.

Denn Verstappen dachte nach eigener Aussage eher darüber nach, die Formel 1 zu verlassen als Red Bull. Wenn Max Verstappen Formel 1 fährt, dann offenbar am liebsten dort, wo er seit 2016 zu Hause ist. Und dass er sich gerade jetzt, in schwierigeren Zeiten, länger bindet, macht das Bekenntnis bemerkenswert. Natürlich sind aber auch Fahrersessel der anderen Top-Teams derzeit gut besetzt.

Nürburgring 2025: Verstappen testet in Deutschland

Und: Verstappen zum Beispiel im Langstreckensport zu erleben, war schon ziemlich cool. Seine ersten Testfahrten auf der Nordschleife vor rund einem Jahr konnte ich live aus der Box verfolgen. Max, GT-Auto, Nordschleife – hat definitiv was.


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