ES GEHT UM DIE SEELE DES FUSSBALLS

Die britische The Times berichtet, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino prüft, die kommerziellen Rechte der wichtigsten FIFA-Wettbewerbe – darunter die Männer- und Frauen-Weltmeisterschaft sowie die Klub-WM – in eine neue Gesellschaft auszulagern.

Diese könnte mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Bis zu 30 Prozent der Anteile könnten an private Investoren verkauft werden, die FIFA bliebe Mehrheitseigner. Die Erlöse sollen auch den 211 Mitgliedsverbändenzugutekommen.

Natürlich: Der Fußball ist längst ein Milliardengeschäft. TV-Rechte, Sponsoren und Hospitality prägen den Sport seit Jahrzehnten – und auch ich ernähre seit vielen Jahren meine Familie dank des Fußballs.

Und trotzdem fühlt sich diese Nachricht anders an.

Besonders brisant sind weitere Recherchen der Times: Demnach soll Gianni Infantino nach dem Ende seiner FIFA-Präsidentschaft intern als möglicher CEO oder Commissioner der neuen Gesellschaft gehandelt werden. Als mögliches Gehaltsniveau wird dabei auf die rund 64 Millionen US-Dollar verwiesen, die NFL-Commissioner Roger Goodell zuletzt verdient haben soll. Die FIFA weist diese Darstellung zurück und erklärt, ein solcher Posten sei nie Gegenstand von Gesprächen gewesen.

Ebenfalls berichtet die Times, dass die Investorengruppe von Thrive Capital angeführt werden könnte. Deren Gründer Joshua Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Ehemann von Ivanka Trump. Die FIFA betont allerdings, dass hierzu keine Entscheidungen getroffen wurden und Jared Kushner selbst kein Investor sei.

Die entscheidende Frage bleibt:

Verkauft die FIFA die Seele des Spiels?

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