PRESSEFREIHEIT UNTER DRUCK – DEMOKRATIE IN GEFAHR

Die aktuelle Analyse von Reporter ohne Grenzen ist ein echtes Warnsignal:

Mehr als die Hälfte aller Länder wird inzwischen nur noch als „schwierig“ oder „sehr ernst“ eingestuft.

Nur noch etwa einer von 100 Menschen hat Zugang zu einer wirklich freien und vielfältigen Medienlandschaft!

Auch Deutschland ist nicht immun. Wir rutschen auf Platz 14 ab.

Dahinter stehen Erfahrungen von Journalisten, die von wachsendem Druck, aufgeheizten Debatten und der Sorge berichten, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Prominentes Beispiel: USA.

Parallel verändert sich gerade fundamental, wie sich (vor allem junge) Menschen informieren. Klassische Medien verlieren an Bedeutung, Social Media ist Hauptquelle – mit allen Chancen, aber auch enormen Risiken.

Inhalte werden schneller, emotionaler und oft ungefiltert verbreitet. Und nicht selten ist unklar, wer eigentlich die Themen setzt und welche Interessen dahinterstehen.

Wenn gleichzeitig neue Akteure versprechen, mithilfe von KI „Wahrheit“ zu bewerten, während das Vertrauen in etablierte Medien sinkt, dann verschiebt sich gerade etwas Grundlegendes.

Ich arbeite seit über 30 Jahren im Journalismus und in der Kommunikation – und sehe diese Entwicklung mit wachsender Sorge. Nicht aus Nostalgie, sondern weil es um etwas Zentrales geht:

Ohne glaubwürdige Medien fehlt einer Gesellschaft Orientierung, Einordnung und am Ende auch Stabilität für Demokratie.

Pressefreiheit ist kein Selbstverständnis. Sie muss jeden Tag wertgeschätzt und verteidigt werden.


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