Ein Jahr nach seinem Wechsel in die Rolle des Head of Global Soccer bei Red Bull beschreibt Jürgen Klopp Führung nüchtern und strukturiert.
Optimismus – aber mit klarer Begrenzung.
„Ich bin sehr optimistisch. So gehe ich in die Zukunft. Natürlich gilt das nicht für jeden Bereich des Lebens oder für alles, was in der Welt passiert. Vieles verändert sich, vieles liegt außerhalb unserer Kontrolle. Der Punkt ist: Ich bin optimistisch bei den Dingen, die ich beeinflussen kann. Mit allem anderen muss man leben und umgehen.“
Führung heißt: erst verstehen, dann verändern.
„Ich bin nicht angekommen und habe den Leuten am ersten Tag gesagt, was sie anders machen müssen.“ Zunächst wolle er wissen, „mit wem ich es zu tun habe, was sie tun und warum.“ Veränderungen entstünden aus Verständnis – nicht aus Aktionismus.
Umgang mit Druck:
Auf öffentliche Debatten reagiert er bewusst nicht. „Gar nicht.“ Maßstab seien die eigenen Ziele, nicht der Lärm von außen.
Und Niederlagen?
„Pessimismus entsteht oft aus Erfahrungen, in denen Dinge nicht so gelaufen sind wie erhofft. Das führt dazu, dass Menschen aufhören zu glauben, was sie künftig erreichen können. Für mich sind Dinge, die in der Vergangenheit nicht funktioniert haben, einfach die Information, dass sie nicht funktioniert haben. Ich habe nie zugelassen, dass mich das über den Moment des Scheiterns hinaus zurückhält.“ Heißt: Eine Niederlage ist kein Makel, sondern Erkenntnisgewinn.
Hier der LINK zum Interview.

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