895 Tore! Ovechkin bricht Gretzkys NHL-Rekord – aber bleibt Putins Mann in Amerika
Als Kommunikationsexperte finde ich es immer wieder spannend, mit Spitzensportlern nicht nur über Leistung, sondern auch über Haltung zu sprechen. Wie viel Meinung darf – oder muss – ein Weltstar zeigen? Gerade in Zeiten wie diesen wird klar: Sport ist nie ganz unpolitisch.
Eishockey-Profi Alexander Ovechkin (39) hat Geschichte geschrieben. Mit seinem 895. NHL-Treffer ist er jetzt offiziell der beste Torjäger aller Zeiten – und lässt sogar „The Great One“ Wayne Gretzky hinter sich.
Eine irre Karriere. Eiskalt vor dem Tor. Ein Rekord für die Ewigkeit. Dank unermüdlicher Hingabe und beeindruckender Beständigkeit ist er ein inspirierendes Vorbild für Athleten weltweit.
Aber bei aller Bewunderung für den Sportler: Der Mensch Ovechkin bleibt umstritten.
Seit Jahren zeigt er offen seine Nähe zu Wladimir Putin. 2017 gründete er das „PutinTeam“, auf Instagram prangt bis heute ein gemeinsames Foto mit dem Kremlchef als Profilbild – selbst nach Beginn des Ukraine-Kriegs. In Moskau nennt man ihn längst: „Unser Mann in Amerika“.
Warum das Bild bleibt? Offenbar aus Angst um die Familie in Russland. Fakt ist: Sportlicher Erfolg bringt auch abseits des Spielfelds Verantwortung mit sich.
Der größte Torjäger aller Zeiten. Sportlich unumstritten, moralisch angreifbar. Mit Puck zielsicher, auf dem gesellschaftlichen Parkett eher unsicher.

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